Radeburg

Kapelle Radeburg Innenansicht

Kapelle Radeburg Innenansicht

Über 700 Jahre christliches Leben in Radeburg:

  • 1289 wurde Radeburg als Stadt zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
  • Um 1300 stiftete Herr von Nuwendorf ein von Geistlichen geleitetes Hospital in Radeburg.
  • Dieses wurde ca. 1320 in ein Kloster des Servitenordens umgewandelt, dessen Mönche sich „Knechte Mariens“ nannten. Gebäude des Klosters waren: ein Wohnhaus, ein Viehstall, eine Scheune und die Ottilienkapelle.
  • 1350 wurde eine Kirche „Zu unserer lieben Frauen“ erwähnt.
  • 1495 gab es wahrscheinlich an der Kirche eine Barbarakapelle.
  • In der Reformationszeit verlor das klösterliche Leben auch in Radeburg an Ansehen.
  • 1536 wurde das Kloster wieder zu einem Hospital umgewandelt.
  • In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die Reste der Klosterruine, Poststraße 263 (?), zur Besserung des Pflasters verwendet.
  • 1718 brannte wieder einmal die Stadt: Danach wurde die evangelische Kirche auf mittelalterlicher Grundlage neu erbaut (der Turm erst 1769-1789).
  • 1751 wurde die Hofkirche in Dresden eingeweiht. Noch bis um 1900 betreuten die Pfarrer der Hofkirche die Katholiken in Radeburg. Sie tauften, besuchten Kranke und beerdigten heimgegangene Gläubige.
  • 1906 übernahm die neugegründete Pfarrei Dresden – Pieschen die Seelsorge der Katholiken.
  • Ab 1919/1920 wurde der Religionsunterricht in der alten Brauerei Radeburg gehalten.
  • Ab 1924 hielt Pfarrer Dr. Just aus Radebeul die Gottesdienste, die später in der Schulaula stattfanden. Er versuchte in Radeburg ein Gotteshaus zu bauen als Zentrum religiösen Lebens. Endlich glückte der Erwerb der zu klein gewordenen Tischlerei Zeidler für 4800 Reichsmark.
  • 1927-1932 gab es in Radeburg einen Gemeindeverein.
  • 1927 bis zum Fertigbau der Kapelle wurde die hl. Messe im Tanzsaal des „Ratskellers“ gelesen.
  • 1928-1930 erholten sich fast alle Kinder der Gemeinde in Münster und Regensburg, wo sie sich auf Erstkommunion und Firmung vorbereiteten
  • Am 15.06.1930, dem Dreifaltigkeitsfest, wurde die Kapelle zum heiligen Kreuz (Kreuzerhöhung) durch Pfarrer Dr. Just eingeweiht. Der Altar und die Bänke stammten aus dem Rheinland, das Harmonium aus Westfalen, die Kirchenfenster aus einer Kölner Kirche und das ewige Licht von den Ursulinen aus Königstein im Taunus. Liesl Schuch, die Tochter des berühmten Dresdner Generalmusikdirektors Ernst Schuch, schenkte dem Pfarrer die Madonna, die ihr Vater als Marienverehrer im Direktionszimmer des Opernhauses aufgestellt hatte.
  • 1939-1945 beschädigten Granatsplitter das Dach der Kapelle, die Kirchturmkugel und das Altarbild.
  • 1945 wurde Studienrat Dr. Rudolf als Lokalgeistlicher von Radebeul nach Radeburg geschickt. Um die benachbarten Orte zu besuchen, lernte er Radfahren. Eine Holzkiste auf dem Gepäckträger diente als Messkoffer. Bischof Legge, Bischof Heinrich Wienken und Bischof Spülbeck kamen nach Radeburg und spenden die heilige Firmung.
  • 1955 wurde das 25-jährige Kapellenjubiläum feierlich begangen. Dr. Rudolf verlas ein Segensschreiben von Papst Pius XII..
  • Im Juli 1958 suchte ein Promnitzhochwasser Radeburg heim. Die Bänke und der Altar schwammen im Wasser. Die evangelische Gemeinde half und stellte den Gemeindesaal zur Verfügung.
  • 1961 übergab Pfarrer Dr. Just die Radebeuler Gemeinde an Pfarrer Ernst Warg.
  • 1966 musste Pfarrer Dr. Rudolf krankheitsbedingt sein Amt in Radeburg aufgeben.
  • Seit dem 01.03.1976 gehört Radeburg als Außenstation zu Dresden-Pieschen.
  • 1979/1980 erfolgte eine Generalsanierung und Neugestaltungder Kapelle. Außenwandheizkörper wurden angebracht.
  • 1980 „Goldenes Kapellenjubiläum“
  • 1992 bekam die Gemeinde ein Orgelpositiv geschenkt. Eine Erdgasheizung wurde eingebaut.
  • 1999 erfolgte der Einbau neuer Fenster.
  • 2003/2004 wurde der Außenputz erneuert. Das Dach und das Türmchen wurden saniert (größtenteils in Eigenleistung; Spende der Farbe durch die evangelische Kirchgemeinde).
  • 2005 besitzt Radeburg (mit allen Eingemeindungen) ca. 160 katholische Gemeindemitglieder.
Außenansicht Kapelle Heilig Kreuz Radeburg

Außenansicht Kapelle Heilig Kreuz Radeburg